Wir
danken den folgenden Teilnehmern an unserem High School Programm dafür,
dass sie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit uns teilen:
Claudia
Baumann -
Washington - 2009/2010
8. Februar 2010
Ich liebe die Schule in den USA! Hier hat schon alleine das Wort eine
ganz andere Bedeutung. Die Schule ist nicht nur eine langweilige Lerninstitution,
um die man als Jugendlicher leider nicht herum kommt. Nein, Schule
ist ein Zentrum der Gemeinde und bedeutet Spass, Sport und Gemeinschaft.
Den schülern macht es doch tatsächlich Spaß zur Schule zu
gehen! Durch die ganzen verschiedenen Schulsportarten, wie Football,
Basketball, Baseball, Crosscountry (was ich gemacht habe), Gymnastics,
Volleyball, Golf und andere Clubs, wie theatre, international, creative
cooking oder key club (ein Club, der freiwilligen Sozialdienst leistet
und Geld durch verschiedene Aktionen sammelt), bedeutet Schule mehr
als nur Lernen. Und dadurch, dass man, wenn man in einem Sportteam
oder einem Club ist, bei Wettbewerben teil nimmt und für seine
Schule antritt und sie vertritt, kommt ganz automatisch der berühmte "school
spirit" auf. Jeder ist stolz auf die Schule, auf die er geht.
Und selbstverständlich hat jede Schule ihre eigenen Farben, ein
eigenes Maskottchen und einen eigenen fight song - Dinge, die an deutschen
Schulen leider komplett fehlen.
In den letzten Wochen habe ich das amerikanische und deutsche Schulsystem
immer wieder miteinander verglichen. Was ich aufjedenfall am amerikanischen
System besser finde ist, dass es viel mehr verschiedene Fächer
gibt und man dadurch die Möglichkeit hat, viel gezielter herauszufinden,
was einen später vielleicht beruflich interessieren könnte.
creative cooking, anatomy, theatre, car mechanics, video animations,
film study, ceramics, einfach alle möglichen sehr interessanten
Fächer, die man leider fast nirgendwo so in Deutschland findet.
Hier wird viel mehr Wert auf die künstlerischen und kreativen
Bereiche, als auf die naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen
Bereiche gelegt. Ob das nun im Endeffekt besser ist, muss jeder für
sich entscheiden. Etwas, was ich am deutschen Schulsystem besser finde
ist, dass man nicht jeden Tag den gleichen Stundenplan hat. So kann
man zwar die einzelnen Fächer viel intensiver erleben und auch
viel mehr in einem bestimmten Bereich lernen, allerdings kann es auch
mal schnell langweilig werden, wenn man jeden Tag den genau gleichen
Ablauf hat.
Das Niveau der Klassen ist aufjedenfall nicht so hoch, wie das in Deutschland
am Gymnasium. Das lässt sich auch durch ein sehr einfaches Beispiel
belegen: Ich habe neulich meiner Gastschwester, die in der 6. Klasse
ist, bei ihren Mathehausaufgaben geholfen: Sie musste bestimmen ob
555 näher an der höheren oder der niedrigeren hundert ist.
Nun ja, auch wenn an den deutschen Schulen durch die ständigen
grossen Klassenarbeiten, die es hier gar nicht so richtig gibt, viel
Lernstress aufkommt, merke ich wenigstens mal, dass das im Endeffekt
doch was bringt. Das Lernniveau ist einfach höher in Deutschland.
Der Umgang zwischen Schülern und Lehrern ist hier auch ganz anders
als in Deutschland. Die Lehrer sind viel netter auf einer freundschaftlichen
Ebene und auch offen über ihr Privatleben. es wird immer gefragt,
wie es einem selbst geht, was man so am letzten Wochenende gemacht
hat oder wie es dem neugeborenen Baby geht. Viele Lehrer darf man auch
mit Vornamen ansprechen und manche adden ihre Schueler sogar auf Facebook.
Da könnten sich die Lehrer in Deutschland aufjedenfall mal was
abschauen, denn dieses entspanntere Verhältnis zwischen Lehrer
und Schüler macht den Unterricht viel angenehmer und schafft eine
positive Lernatmosphäre.
Allerdings ist das mit den Gruppen genauso wie man es aus den High
School Filmen kennt. Da gibt es die Cheerleader und Footballspieler,
die Seniors, die sich schon um ihrer College-bewerbungen kümmern
müssen, und die freshmen, die neuen auf der Schule, die von allen
gehänselt werden. Als Austauschschüler geniesst man aber
automatisch ein hohes Ansehen und hat es leichter in Cliquen zu kommen,
deswegen muss man sich darum zum Glück kaum Gedanken machen.
Alles in allem kann ich mich kaum entscheiden, welches Schulsystem
ich besser finde. Generell kann man aber sagen, dass die deutsche Schule
mehr Wert auf das Lernen und die amerikanische Schule mehr Wert auf
Gemeinschaft legt. Was nun besser ist, muss jeder selbst für sich
entscheiden!
(nach
oben)
Geraldine
Endres
- New York - 2009/2010
5.April 2010
Ich bin für dieses Jahr eine Austauschschülerin in
New York. Ich bin hier seit über 9 Monaten und es sind
nur noch ca. 3 Monate Ich habe die beste (Gast) Famlie, die
man sich nur vorstellen kann. Sie haben mich zu so viel Orten
gebracht und mir so viele Sachen gezeigt, dass ich mittlerweile
in fast jedem Staat an der Ostküste von Amerika war. Ich
habe zwei jüngere Gastschwestern, 9 und 14, und ich verstehe
mich mit ihnen super. Wir sind wie echte Schwestern und machen
wirklich alles zusammen. Ich hätte mir nie vorstellen
können, dass ich so eine gute Familie bekomme und dass
ich eine so enge Bindung mit ihnen habe! Wir machen schon Pläne
wann ich sie wieder besuchen kann und in den Weihnachtsferien
kommen meine zwei jüngeren Gast-Schwestern mich in Deutschland
besuchen!
Ich habe hier auch total viele gute Freunde gefunden und wir
haben so viel Spass zusammen! Am Anfang war alles ein bisschen
ungewöhnt wegen der Sprache, aber mittlerweile fällt
es mir schwerer Deutsch zu sprechen als Englisch. Wie es euch
vielleicht auffällt ist mein Deutsch nicht mehr das Beste:)
Ich bin gerade wieder in New York angekommen, da meine Familie
und ich nach Boston und Vermont für Springbreak gefahren
sind!
Mit der Schule hier ist auch alles super und alle Lehrer sind
total begeistert von den Austauchschülern hier. Es sind
insgesamt 4 andere Austauschschüler an meiner Schule aber
mit denen habe ich nicht so viel zu tun, weil ich mehr mit
meinen amerikanischen Freunden unternehmen will.
(nach
oben)
Tatjana Raff -
Texas - 2009/2010
Ich bin hier seit dem 14. August in Flower Mound, Texas und
ich war von Anfang an begeistert! Meine Familie besteht aus einem Gastvater,
einer Gastmutter und einer 18 jährigen Gastschwester, mit der ich
mich gleich sehr gut verstanden habe.
Da ich eine Woche vor Schulbeginn angekommen bin, hatte ich Angst das
mir langweilig werden würde, aber das war überhaupt nicht der
Fall! Wenn man noch nie in den USA war, dann gefällt einem alles,
sogar das Einkaufen war für mich spannend.
Der Dialekt hier ist am Anfang schwer zu verstehen, meinen Gastvater
habe ich sogar erst nach 2 Monaten richtig verstanden, doch mit Gesten
klappte alles sehr gut. Da meine Schwester jetzt aufs College geht und
arbeitet, habe ich nicht sehr viel von ihr, aber das hat mich mehr oder
weniger gezwungen eigene Freunde zu finden und an Wochenenden selbst
was zu unternehmen!
Am meisten Angst hatte ich vor meinem ersten Schultag, doch es war eigentlich
nicht wirklich schwer. Leider ist meine Schule mit 3500 Schülern
sehr gross und ich hatte die erste Woche auch ein paar Probleme, aber
wenn man offen und nett bleibt ist das kein Problem. Ich finde auch das
Schule hier leichter ist, jedoch muss man sehr viel mehr Hausaufgaben
machen und es sind mehr Tests.
Man ist von Anfang an "sehr interessant" in der Schule und
wird einiges gefragt wie z.B. ob man Nazi wäre, ob wir Kühlschränke
hätten oder ob wir uns zu Weihnachten eine Essiggurke in den Baum
haengen und wer sie als erstes findet bekommt ein extra Geschenk, wovon
ich noch nie gehört habe. :D Jedoch sind wir nicht besser, da mir
in Deutschland erzählt wurde ich könnte nicht in die Gärten
von fremden Menschen gehen ohne erschossen zu werden, worüber hier
jeder nur gelacht hat.
Ich liebe das Wetter hier, im Sommer 40 Grad was am Anfang etwas gewöhnungbedürftig
ist, jedoch jetzt im Winter mit angenehmen 15 Grad lässt es sich
gut leben! Das Lustige ist, das es hier meistens nie richtig kalt wird,
die meisten Menschen flippen regelrecht aus wenn einmal im Jahr die Strassen
gefrieren und man ersteinmal für drei Tage keine Schule hat. Ich
wurde mit sehr grossen Augen angeschaut, als ich fragte, ob sie denn
keine Reifen wechseln würden...
Ü
ber Weihnachten sind wir zu Bekannten auf eine Farm gegangen, und ich
habe endlich mein langersehntes Niemandsland, echte Cowboys und die vermutlich
kleinste "Tankstelle" gesehen.
Eins der besten Sachen, sind die American Cookies! Ich kenne keinen anderen
Austausch Schüler der sich nicht in die verliebt hat. Die Vorurteile,
das alle Amerikaner dick wären haben sich nur halb bestätigt,
doch es ist einfacher hier zuzunehmen, weil es viel mehr Fast Food und
sehr süsse Sachen gibt, was mich am Anfang eigentlich nicht wirklich
gestört hat. Und ja, auch als Vegetarier kann man in den USA zunehmen
;) Ich bin so traurig, dass ich in drei Wochen schon wieder nach Hause
muss, und ich wünschte ich könnte ein ganzes Jahr bleiben.
Durch meinen Aufenthalt hier habe ich viele Leute und ihre Sichtweise
kennen gelernt, ich bin offener und selbstbewusster geworden und ich
werde dieses halbe Jahr nie wieder vergessen!
(nach
oben)
Franziska Studtrucker -
Missouri - 2009/2010
Meine Zeit in Amerika ist jetzt fast um und ich kann sagen dass
es die beste Entscheidung meines Lebens war als Foreign Exchange Student
hierher zu kommen. Meine Gastfamilie hat mich von Anfang an super angenommen
.......und wir haben uns immer super verstanden...natuerlich gibt es situationen
in denen wir verschiedener meinung waren....aber sie haben immer meine Einstellung
akzeptiert und ich deren ....
Die Leute hier in der Stadt in der ich lebe sind alle super nett und offen....es
war kein Problem Freunde in der Schule zu finden......und at church versteh
ich mich mit den Leuten auch super.......der Abschied wird richtig schwer
werden........ich wuenschte ich koennte hier zur Schule gehn .......die Schule
hier ist awesome.............man kann es gar nicht so richtig beschreiben....
aber ich bin hier gerne zur schule gegangen ........und auch church.....church
ist hier total anders als in Deutschland........und hier gehen auch sehr
sehr sehr viel mehr Leute regelmaessig (jede woche 1 bis 2 mal) zur Kirche
......auch ich bin die meiste zeit gerne zur Kirche gegangen .....und unsere
Kirche hat eine riessige Jugendgruppe mit etwa 80-90 people.......and it
was fun ....i love it :)
Man kann so viel Neues lernen und erleben als exchange student .......und
die leute sind super nett zu dir :) es ist auf jeden fall eine super Entscheidung
als Austauschschueler in ein anderes Land zu gehn wenn man offen fuer neues
ist und in ein anderes Leben schnuppern will!!!
(nach
oben)
Veronika von
Wachter -
Arkansas - 2009/2010
Ich bin jetzt schon seit fast 5 Monaten hier in Alma, Arkansas, und
mir gefällt es einfach nur sehr gut, es könnte gar nicht besser sein!
Mit meiner Gastfamilie hab ich mich sofort sehr gut verstanden und so hab ich
mich hier auch ziemlich schnell eingelebt. Mein Hinflug war ziemlich stressig,
weil mein letztes Flugzeug am Endflughafen nicht landen konnte, weil es zu
neblig war und so musste ich eine Nacht im Hotel schlafen. Zum Glück haben
mir Leute, die auch in meinem Flug waren, geholfen. Die ersten Tage waren dann
ziemlich aufregend, und das obwohl ich natürlich todmüde war :) Ich
habe hier einen zwölfjährigen Gastbruder, der noch zu Hause wohnt,
eine große Gastschwester und ein großer Gastbruder von mir gehen
schon aufs College und wohnen nicht mehr zu Hause. Ich kann mit meinen Gasteltern
wirklich über alles reden, es ist wirklich interessant mit ihnen über
Unterschiede zwischen Deutschland und den USA zu reden. Sie sind sehr interessiert
und haben auch kein Problem damit, wenn ich ihnen erzähle, was mir nicht
so gut über die USA gefällt, sondern sind auch daran sehr interessiert.
Sie haben auch einen sehr guten Sinn für Humor, wir kommen einfach sehr
gut miteinander aus, wir sind wie eine echte Familie! Mit dem Jacob, meinem
Gastbruder verstehe ich mich auch super. In der Schule ist auch alles sehr
gut! Meine Schule hat ein richtig großes Gelände, mit einem riesigen
Performing Arts Center, einer großen Sportarena, die erst zwei Jahre
alt ist, und natürlich Footballfield, Softballfield, Track.... Meine Gasteltern
sind beide Chorleiter und weil ich selber musikalisch bin (Ich spiele Cello,
und habe mir hier auch eines ausgeliehen und singe im Chor), passt das sehr
gut :) Ich bin im Chor, Drama und Track. Das Musik und das Drama department
and unsrerer Schule ist einfach nur AWESOME!! Es ist wirklich eines der besten
in ganz Arkansas. Ich habe auch in einem play mitgespielt, Alice in Wonderland.
Das hat mir wahrscheinlich in den ganzen 5 Monaten bis jetzt am besten gefallen,
ich habe mich so gut mit den Leuten verstanden, und man wächst einfach
ein bischen zusammen wenn man immer nach der Schule play practice hat... :)
Außerdem ist der Dramateacher einer der besten Lehrer, und wahrscheinlich
einer der besten Menschen :), die ich jemals getroffen habe :) Ein so gutes
Drama und Musik department an Schulen gibt es in Deutschland gar nicht, bei
weitem nicht. Ich bin so froh, dass ich hier her gekommen bin :) Ich habe gleich
am ersten Tag hier vorgesungen und bin dann sogar auch in einen audition-only
choir gekommen, das hat mich sehr gefreut. Unsere Chöre hier gewinnen
regelmäßig alle competitions und es macht total viel Spaß,
weil mein Hostdad, der sozusagen der wichtigste Chorleiter ist, einfach super
ist und alle kids ihn mögen :) Das ist auch einer der Gründe, warum
mich die ganze Schule kennt (ca. 1300 Schüler) und alle Dinge über
mich wissen, die ich ihnen noch nie erzählt habe :D Als Austauschschüler
ist man hier eh so ziemlich eine Berühmtheit und dann auch noch als Gasttochter
von den Chorleitern... :) Alle Leute sind so interessiert an Deutschland. Ich
habe hier so viele gute Freunde gefunden, die Leute hier sind echt anders als
in Deutschland, aber ich find sie amazing :) Ich werde die amerikanische Mentalität
und Amerikaner im allgemeinen richtig vermissen wenn ich wieder zurück
in Deutschland bin. Größere Probleme habe ich eigentlich keine,
natürlich gibt es immer mal Situationen, die unangenehm sind, aber da
muss man einfach lernen, damit umzugehen. Manchmal habe ich ein bisschen Heimweh,
aber nicht schlimm und nicht oft. Eigentlich sollte ich schon bald abfliegen,
aber nachdem mich meine Gastfamilie gefragt hat, ob ich nicht noch länger
beliben wollte, habe ich meinen Aufenthalt verlängert :) Ich gehe mit
meinen Gasteltern und Leuten aus meinem Chor in drei Wochen auf eine Kreuzfahrt
nach Mexiko, und dann später noch ins ChoirCamp! Das Highschoolyear war
und ist die beste Erfahrung in meinem Leben, ich habe so viele Sachen gelernt
und meine Einstellung gegenüber... so ziemlich allem..hat sich richtig
geändert. Ich bin so froh, dass ich all die tollen Sachen hier machen
konnte, zum Beispiel Mitglied in dem Alice in Wonderland play zu sein war so
toll für mich, Schauspielern hat mir schon immer Spaß gemacht und
in Deutschland ist das einfach nicht so gut an Schulen und erst recht nicht
so professionell. Am Samstag hatte ich Graduation, ich habe zwar kein Diploma
bekommen, aber bin mitgelaufen, das war auch richtig toll :) Ich habe auch
einen Trip nach New York&Boston gemacht, das war auch total super und sehr
beeindruckend! Es war echt interessant, zwei amerikanische Großstädte
zu sehen, schließlich lebe ich hier total auf dem Land, umgeben von Kühen,
Rednecks, und Südstaaten-Akzent :) ?Ich bin so dankbar für alle Leute,
die mein Highschooljahr möglich und so gut gemacht haben :) ?Ich habe
jetzt noch zwei Monate hier und kann mir absolut nicht vorstellen, nach Deutschland
zurück zu gehen...natürlich freue ich mich auf meine Familie und
meine Freunde, aber ich habe hier jetzt auch Familie und Freunde, und werde
langsam schon irgendwie immer stolz wenn wir die National Anthem hören
und die Pledge of Allegiance aufsagen... Mir gefällt es einfach nur super
hier!!?
Viele Grüße aus den Südstaaten!
Veronika :) oder Double-V, wie mich hier die ganzen Drama Leute nennen :D
By
the way tut mir leid, dass mein Deutsch wahrscheinlich ziemlich schlecht ist
:D Ich kann wirklich nicht mehr Deutsch reden,
ohne englische
Wörter zu benutzen, manchmal wenn ich Emails nach Deutschland
schicke brauche ich ein Englisch-Deutsch Dictionary :D
(nach
oben)
Corinna Kipke
- Illinois - 2009/2010
This year was amazing!!
Am Anfang des Jahres konnte ich mir nicht so richtig vorstellen, wie
es sein wuerde hier (Belvidere, IL) ein Jahr zu leben. In all meinen Klassen
war ich 3 Jahre juenger als die restlichen Schueler, und hatte deshalb
erst Schwierigkeiten Freund zu finden.
Dieses Problem loeste sich mit dem Start des YMCA swim team, indem
ich viele Feunde gefunden habe. Von nun an verbrachte.
ich einen Grossteil meiner Freizeit im YMCA Pool, practicing with the
rest of my team.
und mit den swim meets war auch eine Wochenendbeschaeftigung gefunden.
Der Hoehepunkt der Saison war das Regional Meet in Minnesota, wobei
das Schwimmen weniger wichtig war als die 15 Minuten
entfernte Mall of America. Nach dem Abschluss der Saison hatten wir
ein Banquet, bei dem diverse Preise vergeben wurden. Ich war trotz
meiner 10 jaehrigen Schwimmerfahrung der "Rookie of the Year" und
hatte mit 98% die hoechste Anwesenheitsrate.
Die ersten paar Wochen in der Schule waren recht stressig, da ich
nach der 2 Woche zu hoeheren Klassen gewechselt habe und viel zum nachholen
hatte.
Danach war alles viel einfacher, auch wenn meine AP chemistry class
immernoch sehr viel work war.
An das andere Schulsystem habe ich mich sehr schnell gewoehnt. Der
groesste Unterschied war dass wir hier clossed campus haben und wir
nur fuer PE aus dem Schuelgebaeude raus kommen. Der Rest mit Dresscode
und Tardies war kein problem fuer mich. Der School Spirit ist etwas
ganz besonderes. Bei football spielen ist meistens die ganze Schuel
anwesend, insbesondere wenn es gegen den Rivalen von der anderen Seite
der Stadt geht.
Purple and Gold rules!!!
Meine Familie war ein richtiger Gleucksgriff. Ueber dass Jahr sind
sie wie eine richtige Familie fuer mich geworden.
Ich verstehe mich richtig gut mit allen, insbesonders mit meiner 3
Tage juengeren Schwester. Wir helfen uns gegenseitig in der Schule
und unternehmen auch sonst viel zusammen. Meine Familie hatte vor mir
bereits 3 Austauschschueler, sie sagen jedoch dass ich mich in die
Familie am besten eingefuegt habe.
Overall it was an awesome experience that I will never forget.
(nach
oben)
Nancy Trenkler
- Michigan - 2009/2010
So... mein Aufenthalt neigt sich dem Ende und obwohl ich wirklich
fleissig ueberlegt habe, ob ich nicht doch laenger bleiben soll, habe
ich mich entschieden, wieder heim zu gehen. Eine grosse Entscheidung,
die ich aber nicht bereue. Aber es fuehlt sich schon sehr komisch an.
Wie waren so meine restlichen Monate? Sie waren wirklich grossartig,
das kann ich mit gutem Gewissen sagen. Ich habe die Zeit wirklich genossen
und es war ein einmaliges Erlebnis.
Naja, mit dem Freunde-finden hatte ich eigentlich die ganze Zeit Probleme.
Ich meine ich habe ein paar gefunden, aber ich habe mir die ganze Sache
ein wenig einfacher vorgestellt. Dafuer hatte ich wirklich die perfekte
Familie und ich werde sie so furchtbar vermissen.
Ich habe wirklich viel erlebt, war in New York, in Colorado, in Washington
DC, habe ein RedWings Hockeygame gesehen, Eislaufen gelernt und ein Theatersueck
gecshrieben und aufgefuehrt. Ich habe mehr oder weniger gute Noten geschrieben
und soviele Hausaufgaben gemacht, wie noch nie in meinem Leben. Jetzt
sind wir gerade mitten in den Mitterms und ich auch noch total im Packstress.
Ich weiss nicht, ich koennte so viel erzaehlen, so viel schreiben, aber
ich wuesste gar nicht wirklich, wo ich anfangen sollte...
(nach
oben)
Marina Ivko - Montana
- 2009/2010
Mir geht es hier in Montana super! Die Zeit vergeht viel zu schnell...
jetzt bin ich ja schon fast seit einem halben Jahr hier, aber es fuehlt
sich nach viel weniger an. Mittlerweile habe ich auch schon einen RICHTIGEN
Winter mitgemacht hier in Montana: der Schnee bei uns druassen auf der
Farm ist mittlerweile an manchen Stellen hoeher, als ich gross bin :-)
Die Temperaturen sind hier um die Weihnachtszeit bis unter -32 Grad Celsius
gefallen! Heimweh habe/ hatte ich bis jetzt ueberhaupt garkeins!
Meine Gastfamilie und ich sind nach California gegangen, wo wir 5 Tage
verbracht haben. Wir waren in Disneyland, California Adventure, Universal
Studios, Hollywood (Walk of Fame, Hollywood Boulevard, Beverly Hills, Venice
Beach,....). Weihnachten hat hier auch total viel Spass gemacht. Silvester
ohne Feuerwerk war ein bisschen ungewohnt, aber trotzdem toll :-) Nun zum
Hauptteil des Berichts: die Schule!
Als ich im August hierher gekommen bin, hatte ich ein bisschen Angst, dass
ich mit den Fachbegriffen nicht zurecht komme, aber wie ich selbst herausgefunden
habe, sind sogar die total einfach! Die Lehrer fragen mich haeufig ob ich
gut mitbekomme und alles verstehe und auch meine Mitschueler sind sehr
hilfsbereit. Die Tests und Quizzes die wir hier haben sind voll easy, da
wir hier zu den meisten unsere Heftaufschriebe, ja manchmal sogar unser
Buch, benutzen duerfen!
Diesen Monat standen sie dann an, die gefuerchteten Semestertests! OK,
so schlimm waren sie jetzt auch nicht :-) Hier sind meine Noten fuers Halbjahr:
Local History A-
U.S. History A-
Fine Art A-
English B+
Geometry A-
Study Hall (keine Note)
Biology A-
Im 2ten Halbjahr werde ich kein Local History mehr haben, aber dafuer Gym,
also Sport.
Am Ende der Quarters und Semester ist eine Liste in der Zeitung mit den
Namen der besten Schueler jeder Jahrgangsstufe, und ratet mal, wessen Name
dort auch drin steht? ;-) The name of the german girl!
Im Schulsport werde ich mich dann im Maerz beteiligen, indem ich Softball
spiele fuer meine Schule!
In Chinook (ca. 30 min von hier entfernt) ist diesen Monat ein anderes
Maedchen aus Deutschalnd als Austauschschuelerin gekommen, aber bis jetzt
hatte ich noch nicht die Gelegenheit, sie kennenzulernen.
Wie man sicherlich an meinem Bericht gemerkt hat, faellt es mir so langsam
aber sicher doch ein bisschen schwer Deutsch zu reden! Am Anfang fuehlt
sich es komisch an English zu reden, mittlerweile ist es komisch Deutsch
zu reden!
(nach
oben)
Micha Reifenrath - Arkansas
- 2009/2010
Hallo,
Da es hier heute 2 cm Schnee hat, habe ich hier in Rover Arkansas keine Schule
und da dacht ich mir schreib ich doch mal meinen Bericht.
Also ich bin jetzt schon seit über einem Monat in Arkansas und es kommt
mir vor wie eine Woche. Ich lebe hier mit einem lustigen 59 Jahre alten Cowboy
zusammen. Er ist Busfahrer und Lehrer in einem und lebt auf der Lazy U Ranch.
Das Haus sieht aus wie ein Westernhaus aus dem 18. Jahrhundert . Wir haben
7 Pferde, einen Esel, eine Zige, 2 Pickups, einen Jeep und 4 Quats - dass heißt
jede menge Spass. Meine Woche hier sieht eigentlich immer relativ gleich aus:
von Montag bis Freitag ist jeder Tag meistens gleich,
dass heißt 6.50 aufstehen, anziehen, auf den Bus warten, dann 50 Minuten
Busfahrt zur Schule. In der Schule frühstücken wir zuerst und dann
hab ich meine 8 „periods“, also Unterrichtsstunden. Hier kann man
in der Schule echt Spass haben (anders als in Deutschland). Die Schule, auf
die ich gehe hat weniger als 200 Schüler, für amerikanische Verhältnisse
also eine sehr kleine Schule. Nach der Schule gehts dann mit dem Bus wieder
nach Hause. Hier angekommen, mache ich mir meistens eine Kleinigkeit zu Essen
und warte bis 30 Minuten später mein Gastvater von seiner Bus tour wieder
kommt. Dann wird im Männerhaushalt gekocht, die Speisekarte besteht aus
Speck mit und Ei, Hamburger hepper (Fertiggericht) oder Bratkartoffeln. Nach
dem Essen schauen wir dann noch oft ein wenig fernsehn. Hier fällt die
Auswahl des Senders nicht wirklich schwer, da wir nur 2 Sender haben. Mittwochs
gehen wir immer in die Kirche zu einer Jugendgruppe.
Samstags schlafen wir meist lange, so bis um 11 Uhr, dann frühstücken
wir in ruhe. Nach dem fühstück müssen wir dann in der Regel
irgendwas auf der Ranch arbeiten, z.B. Heuballen holen, Holz machen, Pferde
füttern…... Dabei haben wir meistens ne menge Spass da meistens
mindestens ein Jugendlicher in meinem Alter das Wochenende mit uns verbring.
Nach getaner Arbeit gehen wir quatfahren, reiten oder zum Wallmarkt einkaufen.
Sonntags gehen wir um 10.30 in die Kirche, wenn wir dann um 13 Uhr nach Hause
kommen gibt’s Essen und wir schauen eine DVD , um 16.30 gehts dann wieder
auf zur Kirche und danach ist der Tag eigentlich schon so gut wie vorbei. Wie
man sieht hab ich hier weder Stress noch anstrengende Arbeit.
Mit meinem Gastvater verstehe ich mich prima und wir haben eine super „Männerwirtschaft“.
Liebe
Grüße
Micha Reifenrath
(nach
oben)
|