Die Gastfamilie
Die Gastfamilie ist der wichtigste Bestandteil des gesamten Austauschprogramms. Daher möchten wir diesem Punkt auch größeren Raum einräumen. Nur wenn Gastfamilie und Teilnehmer gut zusammenpassen, kann ein freundschaftliches Vertrauensverhältnis als Basis für solch einen langen Aufenthalt entstehen. Jede Gastfamilie wird mindestens zweimal von einem örtlichen Repräsentanten (Area Counselor) besucht und in Gesprächen sowie durch schriftliches Informationsmaterial auf ihre Rolle vorbereitet, bevor sie Aufnahme ins Programm findet. Die Gastfamilien erhalten keine finanzielle Aufwandsentschädigung für die Aufnahme eines Gastschülers! Sie tun dies ausschließlich aus dem Wunsch heraus, Freundschaften zu schließen und einen Menschen aus einem anderen Kulturkreis kennen zu lernen.
Dies sollten sich Teilnehmer und Eltern vergegenwärtigen, die manchmal aufgrund der hohen Kosten für den Austauschaufenthalt recht egoistisch an die Sache herangehen. Etwa nach dem Motto: „Ich habe viel dafür bezahlt, jetzt will ich auch Leistung sehen.“
Darauf kann man nur erwidern, dass die Gastfamilie mit ihrer Bereitschaft, einen Teilnehmer kostenlos aufzunehmen, ebenfalls für ein Programm „bezahlt“ und ein Recht auf Leistung hat. Nämlich wenigstens auf die Freundlichkeit, die Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft des Gastes, sich den Lebensumständen der Gastfamilie anzupassen und nicht umgekehrt. Auch ein gelegentliches Danke, eine freundliche Geste und ein Lächeln sind immer angebracht.
Man sollte den High-School-Aufenthalt nicht mit einem Animierprogramm in einem Ferienclub verwechseln. Vielmehr hat der Schüleraustausch sehr viel mit dem amerikanischen Begriff des „Sharing“ zu tun. Teilen im Sinn von sich mitteilen und teilhaben lassen. Wer dieses „Sharing“ als Maxime für seinen Aufenthalt begreift, der wird mit Sicherheit ein schönes, aufregendes und erfolgreiches Jahr erleben. Und wir sind sicher, dass er von der sprichwörtlichen Gastfreundschaft der Amerikaner begeistert sein wird.

Gastfamilienwechsel
Gastfamilienwechsel kommen aus den verschiedensten Gründen vor. Häufigster Grund sind Konflikte zwischen den Kindern der Familie und dem Gast. Beide Seiten haben oft sehr hohe Erwartungen, doch manchmal stimmt „die Chemie“ einfach nicht oder es kommen Eifersucht und andere Probleme dazu. Sollte es zu einem Wechsel der Gastfamilie kommen, ist der Counselor dabei behilflich und es wird immer versucht, eine Gastfamilie im Einzugsbereich der Schule zu finden.
Sollte es bei der zweiten Famile wieder nicht klappen, könnte dies zu ernsteren Problemen bis hin zur Rückreise führen. Denn es wird eindeutig vom Gast verlangt, dass er in der Lage ist, sich an die Lebensgewohnheiten im Gastland und in der Gastfamilie anzupassen und nicht umgekehrt.
Besuche aus Deutschland
Besuche von Eltern, Freunden und Verwandten sind vor Weihnachten nicht gestattet und vor Ablauf des Programmes auch nur mit Genehmigung der amerikanischen Organisation. Der Grund dafür ist, dass durch einen Besuch die Gefahr besteht, dass der Teilnehmer Heimweh bekommt und dies zu einem vorzeitigen Abbruch führen könnte.

Eine gute Idee hingegen ist, einen Besuch und eine Reise in den USA nach Programmende einzuplanen. Laut den derzeitigen Visabestimmungen kann der Teilnehmer noch einen Monat nach Ende des Visums in den USA bleiben. Eine Urlaubsreise sollte also direkt nach Schulende eingeplant werden.