Franziska
Dunedin, Südinsel 2015/2016

Der Unterricht beginnt immer um 8:55 Uhr

In der ersten Schulwoche fanden für mich und die anderen neuen Internationals (mit mir neun Deutsche, ein Italiener und eine Chinesin) die Orientation Days statt. Montagmorgen wurden wir zuerst von einem Maori begrüßt. Bei diesem mussten wir am Anfang unsere Schuhe ausziehen und dann wurde uns halb auf Maori, halb auf Englisch einiges erzählt und wir wurden quasi in die "Familie" aufgenommen. Am Ende des Maori Welcomes mussten wir dann noch alle unsere Nasen und Stirnen aneinander drücken. Anschließend wurden uns dann die Fächer vorgestellt und wir konnten uns für sechs entscheiden. Ich habe mich für Englisch, Mathe, Biologie, Outdoor Education, Drama und Painting entschieden. Danach haben wir noch die Schuluniform anprobiert und dann war der erste Schultag auch schon vorbei. Am Dienstag hatten wir dann zum ersten Mal Group Time und Assembly. Das ist so aufgebaut: Alle Schüler sind auf vier Gruppen aufgeteilt, Häuser genannt, und jedes Haus nochmal in sechs Gruppen. Die Gruppen treffen sich jeden Tag für 20 Minuten und besprechen Organisatorisches, aber eigentlich ist das wie eine Pause. Die Häuser treffen sich jeden Dienstag beim Assembly. Nach dem Assembly an meinem zweiten Schultag habe ich dann wieder die anderen Internationals getroffen und wir haben eine kleine Tour durch Dunedin gemacht. Nachmittags hatte ich dann zum ersten Mal richtigen Unterricht. Ich hatte Englisch und Drama, was beides wirklich voll interessant war und mir  sehr  gut  gefallen  hat.

Mittwoch und Donnerstag hatte ich normalen Unterricht. Der Unterricht beginnt immer um 8:55 Uhr und geht bis 15:25 Uhr. Pro Tag hat man immer fünf Unterrichtsstunden, die jeweils eine Stunde dauern, 20 Minuten Group Time und zwei Pausen. Mittwochnachmittag habe ich sogar schon beim Fußballtraining mitgemacht und am Donnerstagnachmittag durfte ich auch gleich bei einem Fußballspiel mitspielen. Allerdings haben wir 5:0 verloren, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Dann war die erste Schulwoche auch schon vorbei. Am Freitag hatten wir nämlich frei, weil da der Teachers Only Day stattfand.

Elias
Richmond, Südinsel 2015/2016

Scheut Euch nicht zu fragen, wenn Ihr Hilfe braucht

Meine ersten Wochen in Neuseeland sind bereits vergangen und ich habe mich super eingelebt. Nach vier Tagen Akklimatisieren in Sydney war die Freude auf Neuseeland groß. So konnte ich es kaum abwarten in den Flieger zu steigen und zu sehen, wie dieses Land tickt und was mich alles erwartet. Über Auckland ging es dann nun nach Nelson, meiner neuen Heimat. Plötzlich stand ich am Flughafen nun vor meiner neuen Familie. Und jetzt? Umarme ich sie oder gebe ich Ihnen die Hand? Diese Frage ließ sich leicht beantworten, als meine Familie mit offenen Armen auf mich zuging. Nach einem sehr freundlichen Empfang erhielt ich draußen am Parkplatz mein Gepäck. Die ersten drei Tage war es schwierig meine Familie und die anderen Kiwis zu verstehen. Jedoch stellte ich mich recht schnell auf meine neue Umgebung ein und verstand die Leute immer besser. Das Erste, was auffiel, war tatsächlich die Landschaft. Jeden Tag, wenn ich aus meinem Haus gehe, sehe ich auf der einen Seite das Meer und schneebedeckte Berge und auf der anderen Seite Mittelgebirge mit Wäldern. Einen 360-Grad-Blick, den es so wahrscheinlich nicht so oft auf der Welt gibt. In Richmond besuche ich das Waimea College, eine recht große Schule mit etwa 1400 Schülern. Wie nicht anders zu erwarten ist der größte Unterschied zu Deutschland hier die Schuluniform. Auch, wenn mir diese persönlich, um ehrlich zu sein, nicht unbedingt gefällt, trage ich sie natürlich. Jeder trägt sie hier und das ist es, was die Atmosphäre in der Klasse oder auf dem Schulhof so ganz anders macht. Als geschlossene Gemeinschaft wird agiert und in der Schule gelebt. Traditionell wird jeder „International“ mit einem Powhiri, einer Maori-Geste, begrüßt. Insgesamt macht mir die Schule hier mehr Spaß als in Deutschland. Grund dafür sind natürlich zum Einem die Fächer. Mit Fotografie, Schauspiel, Hospitality und allem voran Outdoor Education rede ich hier von Schulfächern, die in Deutschland keineswegs zum Lehrplan gehören. Statt im Klassenraum zu sitzen und sich vom Lehrer berieseln zu lassen, wird hier aktiv gehandelt und mitgemacht. Sport schreibt man in Neuseeland größer als groß. Ob in der Schule oder außerhalb, es ist die Aktivität und Begeisterung der Leute, welche die Natur Neuseelands zum größten Sportplatz der Welt machen. Ihr braucht euch also keine Sorgen machen, ob ihr euren Sport hier ausüben könnt, denn die Antwort wird „ja“ lauten. Ich spiele hier so wie in Deutschland Fußball und das sehr intensiv. Drei Mal pro Woche ist Training, plus ein Spiel am Wochenende. Im Sommer werde ich noch Softball spielen.

Mit meiner Schule hatte ich bereits auch schon Ski-Ausflüge, die mich riesig begeistert haben! Freunde lassen sich auch schnell finden, zumindest wenn man aktiv ist und so viele Sachen wie möglich macht. Wahrscheinlich werdet ihr an eurer Schule auch andere Deutsche finden und wahrscheinlich werdet ihr auch etwas mit ihnen machen wollen zunächst. Das ist ok, ich mache auch sehr viel mit deutschen Freunden, jedoch würde ich empfehlen, so schnell wie möglich die Sprache von Deutsch auf Englisch zu wechseln. Es hört sich blöd an, aber versucht wirklich mit Deutschen nicht Deutsch, sondern Englisch zu sprechen. Nur so holt ihr das Meiste aus diesem Jahr raus und schließlich ist man ja auch dafür da, um sein Englisch zu verbessern. Insgesamt bin ich nach meinen ersten vier Wochen mehr als glücklich hier und freue mich auf die kommenden Monate! Die Leute sind alle sehr nett und relaxed. Sie versuchen, dir hier zu helfen und beantworten jede Frage so ausführlich wie möglich. Scheut euch also nicht zu fragen, wenn ihr manchmal Hilfe braucht oder euch bei manchen Sachen unsicher seid.

Klara
Motueka, Südinsel 2015/2016

Ich hatte mein erstes Netball-Spiel

Morgens um 6:20 Uhr ist unser Flieger in Sydney gelandet und nachdem unser Gepäck von einem Hund durchschnüffelt wurde, sind wir todmüde um 8:30 Uhr morgens in unserem Youth Hostel angekommen. Frau Ritter hat uns nach einer halben Stunde „Auspack-Zeit“ und ausgiebigem Frühstück zur berühmten Sydney Opera gebracht und meinte, dass man den Jetlag am besten übersteht, wenn wir bis 6 Uhr abends aufbleiben würden. Jedoch ist fast jeder eingeschlafen als wir auf der gemütlich schaukelnden Fähre nach Manly gefahren sind. Manly ist ein Stadtteil von Sydney und hat einen der schönsten Strände der Welt. Dort haben wir Mittags-Lunch gehabt und haben danach einen typisch Australischen Supermarkt aufgesucht und daraufhin Mint KitKat und Watermelon Fanta probiert. Nachdem wir uns alle wieder getroffen haben, konnte ich wirklich kaum noch meine Augen offen halten und ich glaube ich war wirklich noch nie so müde in meinem Leben. Trotzdem habe ich versucht, wach zu bleiben. Nach dem Pizza-Essen bin ich sofort eingeschlafen. Nachdem wir gefrühstückt hatten, sind wir mit der Fähre zum Taronga Zoo gefahren. Dort haben wir drei Stunden Zeit bekommen die verschiedenen Tiere anzugucken. Leider hatten wir an diesem Tag nicht so viel Glück mit dem Wetter wie am ersten Tag, denn es hat den ganzen Vormittag geregnet und es war sehr kalt. Nachdem Zoo sind wir mit der Fähre und Bus in das Stadtinnere gefahren. Dieses erinnert einen ein bisschen an eine kleinere Version von New York, nur mit weniger leuchtenden Schildern. Dort haben wir Freizeit bekommen, jedoch lagen die meisten Läden nicht in unserer Preisklasse. Also haben wir uns einfach nur ein Eis gegönnt. Danach kam für mich der Höhepunkt des Tages. Wir sind hoch auf den Skytower gefahren und haben uns den Sonnenuntergang über Sydney angeschaut, was wirklich richtig schön war! Wir haben dann den Tag in unserem Hostel mit einem leckeren Essen beendet und noch etwas in Swimming Pool und Sauna entspannt. Der dritte Tag war für mich der schönste Tag der Sydney Tour. Als erstes sind wir in einen weiteren Zoo gefahren, der weiter außerhalb von Sydney liegt und eher ein Tierpark war. Dort habe ich  Koalas gestreichelt, mit Wombats gespielt und Kängurus gefüttert. Das war echt toll. Danach haben wir im HardRock Café Sydney eine Cola getrunken und uns in der Mall ein Eis gegönnt. Nach einem Besuch im Madame Taussauds sind wir zurück ins Hostel gefahren und haben gepackt, denn am nächsten Morgen ging es schon um 6.30 mit dem Bus zum Flughafen, um endlich nach Neuseeland zu fliegen. Nachdem ich am Samstagabend in einem winzigen Flugzeug an einem winzigen Airport angekommen bin und von meiner Gastfamilie und Judy, der Schulkoordinatorin für die Internationals, durfte ich endlich in mein Bett fallen und schlafen. Am Sonntagmorgen hatte ich dann mein erstes Frühstück in meiner Gastfamilie und bin danach mit meiner Gastmutter und Pamela in einen großen Supermarkt gefahren, um den Wocheneinkauf zu erledigen. Die meisten Fragen habe ich nur mit „ Ja“, „Ok…“oder „Ahaaa“ beantwortet, weil es doch ganz schön viele Informationen und Englisch auf einmal waren. Trotzdem war mein erster Tag in meiner Familie richtig toll!

An meinem ersten Schultag wurde ich richtig komisch angeguckt, da wir Internationals die einzigen waren, die keine Schuluniform trugen, denn die haben wir erst an diesem Tag bekommen. Wir haben uns alle in Judys Office getroffen, welches für alle Internationals jederzeit zugänglich und ziemlich gemütlich eingerichtet ist. Am Dienstag haben wir dann Outdoor Education Unterricht bekommen und haben mit Year 13 im Unterricht Spiele gespielt, die man bei uns vielleicht noch in der 6. Klasse spielt. Trotzdem hat das viel Spaß gemacht und wir hatten den ersten Kontakt zu Kiwi-Schülern geknüpft. Am Mittwoch und Donnerstag haben wir ein Outdoor Education Trip in den Abel Tasman National Park gemacht und haben dort eine Nacht in einer Hütte übernachtet. Der Wanderweg dorthin dauerte ungefähr vier Stunden und führte durch wunderschöne Farnwälder und wunderschöne Strände mit klarem blauem Wasser. Wir haben in einer Wanderhütte geschlafen, die zum Glück einen Kamin hatte. Abends haben wir ganz klar die Milchstraße und Glühwürmchen gesehen. Der Freitag war für uns der erste richtige Tag in der Schule. Wir mussten Schuluniform tragen und in unsere normalen Stunden gehen. Am Wochenende haben wir hauptsächlich Sachen mit der Oma und der Tante und deren Familie gemacht, denn die  sind zu Besuch aus Christchurch gekommen.

In der zweiten Woche habe ich mich das erste Mal richtig angekommen in der Schule gefühlt, da ich endlich wie jeder andere Schüler behandelt wurde. Am Montag bin ich das erste Mal zum Hip Hop Gruppe gegangen und war erstmal ziemlich überrascht, denn die Mädchen haben schon ein halbes Jahr trainiert und demnach war ich ziemlich überrumpelt von der Choreografie. Am besten fand ich in der Woche das Outdoor Caven. Wir mussten 15 Minuten über Schafweiden zu der Höhle laufen. In der Höhle war es ziemlich schwierig zu laufen und sich zu orientieren, denn wir hatten jeder nur eine Kerze als Licht bekommen. An den Nachmittagen habe ich entweder mit meinen Gastgeschwistern etwas gemacht oder bin mit Freunden nach der Schule in der Stadt geblieben. Den Rest der Woche fand ich echt total toll, denn wir haben in jedem Fach eine Aufgabe bekommen, an der wir anfangen sollten zu arbeiten und mir hat das in jedem Fach richtig Spaß gemacht! Am Freitag hatte ich mein erstes Netball-Training und es hat mir super viel Spaß gemacht. Netball ist eine Art Mischung aus Handball und Basketball. Am Wochenende ist meine Gastfamilie mit mir nach Kraiteriteri, einem superschönen Strand, der auch ein sehr beliebtes Urlaubsziel in den Ferien ist und zu einem Berg gefahren, aus dem ein Fluss entspringt. Das war wirklich wunderschön. Am Sonntag war ich mit einer Nachbarin bei einem Reittournier, bei dem sie mich dazu eingeladen hat, in der kommenden Woche mal zum Reiten vorbeizukommen.

In der dritten Woche habe ich am Dienstagmorgen überrascht festgestellt, dass wir an diesem Tag wieder in die Kairuru Cave gehen werden. Leider hatten wir diesmal kein Glück mit dem Wetter, denn als wir zu den Schafweiden kamen, um wieder zu der Höhle zu laufen, hat es geregnet und es war ganz schön windig. In der Höhle hat man von dem Wetter zum Glück nichts mehr gemerkt und wir konnten diesmal viel mehr entdecken, weil wir Kopflampen bekommen haben. Am Mittwoch bin ich das Pferd von unserer Nachbarin geritten und ich war sehr glücklich, dass ich endlich wieder reiten konnte. Das Pferd heißt Mac und er ist acht Jahre alt. Er ist ein altes Rennpferd und muss daher noch lernen, „normal“ zu laufen. Aber ich bin ja ein Jahr hier, um ihm das beizubringen. Am Donnerstag habe ich das erste Mal in Art Photography mit Photoshop professionell Bilder bearbeitet. Das Fach ist sehr interessant. Generell hat unsere Schule ein sehr gutes Kunstprogramm und man kann auch an sehr vielen Schulinternen und externen Aktivitäten teilnehmen, wie zum Beispiel einem Kunstwettbewerb, bei dem alle eingereichten Bilder ausgestellt und verkauft werden. Am Freitag hatte ich wieder Netball-Training, bei dem wir uns auf unser erstes Spiel am Samstag vorbereitet haben. Am Abend sind wir in die Jugend-Gruppe der Kirche gegangen und haben versucht, ein paar Guinness World Records zu brechen, was uns aber leider nicht gelungen ist. Am Samstag war ich wieder reiten und anschließend hatte ich mein erstes Netball-Spiel. Leider haben wir 9:41 verloren. Trotzdem hat richtig viel Spaß gemacht!

Der Anfang der Woche verlief ganz normal. Ich hatte wieder Hip Hop Training und ganz normal Schule. Ich hab hauptsächlich am Montag an meinem Art Exhibition Bild gemalt und ich habe gemerkt, dass mir das richtig Spaß gemacht hat. Am Dienstag sollten wir eigentlich wieder Caven gehen, aber stattdessen sind wir zum Abseilen nach Kraiteriteri gefahren. Zuerst haben wir verschiedene Arten und Knoten zum Abseilen gelernt und danach haben wir uns von einer 20m tiefen Steilwand abgeseilt. Das hat echt super viel Spaß gemacht. Am Mittwoch bin ich wieder reiten gegangen und habe das Geschenk für Pamela, meiner ältesten Gastschwester, verpackt, denn sie ist am Donnerstag 15 geworden. Nach der Schule sind dann Pamelas Freunde mit nach Hause gekommen. Jedoch hatte ich Netball-Training und bin deshalb erst später nach Hause gekommen. Die Feier war eigentlich ganz schön. Es gab super leckeres Essen und nachher dann Schoko-Fondue. Wir haben zwei Filme geguckt und ein richtig lustiges Spiel gespielt. Am Samstag bin ich wieder früh aufgestanden, um reiten zu gehen. Meine jüngste Gastschwester ist mitgekommen, denn sie liebt es, Mac zu putzen. Sie hat die ganze Zeit zu dem Pferd gesagt: “I love you horsi! Do you want to get brushed, horsi?“ Das Netball-Spiel ist am Samstag leider wegen schlechten Wetters ausgefallen, aber es wurde dennoch ein schöner Tag…

Jan
Wanaka, Südinsel 2014/2015

Meine Zeit in Neuseeland ist unglaublich

Meine Zeit in Neuseeland ist unglaublich! Ich bin hier für sechs Monate und nun hab ich fast vier hinter mir. Es fühlt sich aber an wie zwei. Als wir in Frankfurt waren und ich mich von meiner Mutter verabschiedet habe, war ich zwar ein bisschen traurig, dass ich sie für eine sehr lange Zeit nicht sehen würde, aber die Vorfreude auf meine Gastfamilie und auf Neuseeland war riesig. Wir flogen zunächst nach Singapur (ein riesiger Flughafen) und danach nach Sydney, wo wir eine Sightseeing-Tour gemacht haben. Nach der Tour haben wir uns dann getrennt. Einige sind in Australien geblieben, einige sind nach Auckland, einige nach Wellington und ich bin nach Queenstown weitergeflogen. Das war der schönste Flug, den ich je hatte, da die Aussicht unbeschreiblich war.

Ich hab durch TREFF schon einiges über meine Gastfamilie erfahren und ich war sehr happy, da meine Familie alles hatte, was ich mir erhofft hatte. Ich glaube, dass ich unglaubliches Glück hatte. Sie haben einen Hund und einen Sohn (Frazer) in meinem Alter. Meine Gastfamilie hat mich vom Flughafen abgeholt und als ich sie dann gesehen habe, war ich sehr froh, da sie ziemlich cool aussahen. Dann sind wir nach Wanaka gefahren, wo ich also nun ein halbes Jahr verbringe. Es ist ein wunderschöner Ort, der direkt an einem See liegt. Man kann hier echt fast alles machen. Die Kiwis sind super spontan und es ist nicht so schwer, mit ihnen zu reden und neue Freunde zu finden. Frazer ist nun echt zu einem Bruder geworden und die Schule hier macht sogar fast Spaß. Dass die Kiwis Uniform tragen müssen, macht die Sache viel einfacher und ich finde echt, dass man dadurch einen besseren Zusammenhalt hat und man schneller zu einem von ihnen wird. Die Schule hat vier verschiedene Häuser und man kann Punkte sammeln, so wie in Harry Potter. Wir haben einige Events, wie z.B. den Athletics Day etc. Das ist wirklich cool und gibt mir viel Ansporn. Wenn man irgendwelche Probleme hat, kann man zum International Language Center in der Schule gehen. Dort bekommt man garantiert Hilfe. Man hat einige "normale" Fächer, wie Geschichte, Mathe usw., die aber trotzdem interessant sind, da man ganz andere Sachen lernt. Meine drei Lieblingsfächer sind Sport, Outdoor Pursuits und Woodwork. Besonders die letzten zwei sind ziemlich cool, weil man davon meiner Meinung nach am meisten lernt und wir beides in Deutschland nicht haben.

Ich wohne etwas außerhalb von Wanaka, doch ich kann einfach mit dem Fahrrad in den Ort fahren und bin somit unabhängig. Das Beste daran, außerhalb zu wohnen, ist, dass man so viel Platz hat. Meine Familie hat einfach einen ganzen Hektar Land und dahinter sind ein Wald und Flüsse. Es gibt hier andere Regeln und andere Hobbies. Wenn man einen Jugendlichen Kiwi fragt, was seine liebsten Hobbies sind, sagt er wahrscheinlich neben Rugby (Nationalsport) noch Skifahren, aber auch Wasserski und Motorbike. Ich hab die zwei letzten Dinge selbst hier gelernt. Wanaka hat auch einen Fußballclub, bei dem ich spiele, was sich bestens eignet, um Freunde zu finden. Es ist echt lustig, da man es hier nicht so ernst nimmt wie in Deutschland. So langsam vermisse ich meine Familie, aber das ist vollkommen normal und ich möchte trotzdem jede Sekunde genießen…

Angela
Waiheke Island, Nordinsel 2014/2015

Ich habe hier sehr viel Spaß

Mittlerweile bin ich schon fast vier Monate hier auf Waiheke Island und ich kann sagen, bis jetzt ist es stetig immer besser geworden. Anfangs fand ich es sehr schwierig, wirkliche Kiwi-Freunde zu finden. Doch jetzt, da sich mein Englisch verbessert hat, habe ich hier wirklich neue und beste Freunde gefunden, die mich so akzeptieren wie ich bin. Wir versuchen, so viel wie möglich zu unternehmen, auch wenn es hier nicht allzu viel zu tun gibt, vor allem an den kalten Tagen. Aber uns fällt meistens etwas ein, auch wenn das bedeutet, dass wir beispielsweise bei 15 Grad eine Runde im Meer baden gehen. Ich glaube, daran muss man sich hier wirklich gewöhnen: Die Menschen sind verrückt!  Ich habe sehr viel Spaß hier und erlebe viele Dinge, zum Beispiel in den Ferien. Ich habe eine Südinsel-Tour mitgemacht und atemberaubende Landschaften gesehen. Also in meinen Ferien war es auf keinen Fall langweilig. Trotz dieser ganzen schönen Dinge kommt dann doch mal Heimweh auf, aber das beste Rezept ist wirklich Ablenkung und mit Menschen, denen man vertraut, darüber zu sprechen. Also, alles in allem kann ich nur sagen: Mittlerweile habe ich mich an alles hier gewöhnt und es ist wunderschön!

Antonia
Tauranga, Nordinsel 2014/2015

Es war die beste Entscheidung meines Lebens

Ich bin jetzt schon seit dreieinhalb Monaten hier und es war die beste Entscheidung meines Lebens! Angefangen hat alles in Frankfurt am Flughafen, wo es unglaublich schwer war, "Tschüss" zu sagen. Sobald ich jedoch im Flieger saß, war ich nur noch aufgeregt und konnte es gar nicht mehr erwarten! Für mich ging es über Singapur für drei Tage mit den anderen TREFF-Ausreisenden nach Sydney, was wirklich wunderschön war! Ich liebe diese Stadt! Von dort aus ging es dann nach Auckland und weiter nach Tauranga. Dort haben mich meine Gastmutter und meine Gastschwester empfangen. Ich bin unglaublich froh mit meiner Gastfamilie, auch wenn es eine recht große Umstellung ist, dass ich jetzt drei Geschwister habe und normal gar keine. Meine zwei Gastbrüder sind schon 21 und 18 und meine Gastschwester ist 15, so wie ich. Ich verstehe mich mit allen wirklich gut, vor allem mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester und nicht zu vergessen, mit dem Hund Lilly. Mein Gastvater ist Cricket Coach von einem der neuseeländischen Teams hier. Deswegen habe ich auch gleich einen neuen Sport kennengelernt. Ich lebe in Papamoa, nur wenige Minuten vom Strand entfernt, gehe aber in Mount Maunganui auf das gleichnamige College.

Ich nehme jeden Tag den Schulbus zur Schule und fahre ca. 20 bis 30 Minuten. Ich muss sagen, an meiner Schule gibt es viele Internationals aus verschiedenen Ländern, aber vor allem gibt es viele Deutsche. Ich habe hier sechs Schulfächer: Outdoor Education (was ich nur empfehlen kann), Hospitality, Photography, Geography, Maths und English. Verglichen zu Deutschland ist Schule hier sehr entspannt und cool. Ich muss auch eine Schuluniform tragen, aber die ist wirklich nicht so übel. Es ist nur ein schwarzer Rock, ein weißes Poloshirt und ein roter Pulli.

Ansonsten hab ich in dieser kurzen Zeit schon so unglaublich viel erlebt! Ich war auf dem Tongariro Crossing, das ist eine Alpenwanderung von sieben Stunden durch eine Vulkanlandschaft, in der auch Teile der "Herr der Ringe"-Trilogie gedreht worden sind. Ich gehe normalerweise nicht so gern wandern, aber das war unglaublich! Die Aussicht, die man dort hat und überhaupt die ganze Landschaft, waren so wunderschön, dass sich die 7 Stunden laufen auf jeden Fall gelohnt haben. Alles war von der Schule organisiert. In jedem Term werden regelmäßig Aktivitäten angeboten, die man machen kann und die Wanderung war eine davon. Ich habe auch die White Island Tour mitgemacht. Das ist eine Insel, zu der man mit dem Boot fährt. Auf der Insel steht ein Vulkan, der noch aktiv ist. Es gibt dort viele Schwefelansammlungen, weswegen es stinkt. Aber auch der Ausflug war wirklich cool und sehr interessant. Mit meiner Gastfamilie war ich noch in Rotorua am Blue und Green Lake, in Red Woods und auch in der Stadt mit den dampfenden Schlammlöchern. Rotorua stinkt ziemlich, weil dort überall Gase aus dem Boden kommen. Am Ende vom ersten Term hatten wir zwei Wochen Ferien, in denen mich meine Gastfamilie über das Osterwochenende mit nach Port Charles genommen hat. Wir waren dort mit zwei anderen Familien in einem Ferienhaus. In dem ganzen Ort gab es eigentlich nur Ferienhäuser, keinen Supermarkt und auch kein Netz. Ich bin zum ersten Mal Fischen gegangen, was mir echt Spaß gemacht hat und am Abend gab es dann immer den frischen Fisch. In den restlichen Ferien kam uns noch eine alte Gastschülerin meiner Familie besuchen. Sie ist auch Deutsche und war vor drei Jahren in meiner Gastfamilie. Seit zwei Wochen haben wir wieder Schule und es wird langsam Winter. Das Wetter hier ist trotzdem meistens schön und sonnig und es regnet eigentlich nur selten.

Ich kann jedem nur empfehlen, nach Neuseeland zu gehen! Ich bin sehr zufrieden mit meiner Gastfamilie, mit der Schule und der Gegend (Bay of Plenty), in der ich bin. Man lebt sich schnell ein. Denkt nicht, dass ihr zu jung dafür seid, denn ich bin auch mit 14 hier her gekommen. Mein Englisch ist jetzt schon deutlich besser geworden und auch mit dem Heimweh bin ich super klar gekommen. Ich hatte ehrlich gesagt gar nicht wirklich viel Zeit, um an Zuhause zu denken, weil ich hier ständig etwas Neues erlebe!

Alexander
Queenstown, Südinsel 2014/2015

Die Fächerauswahl war enorm

Ich bin jetzt seit ca. drei Monaten hier. Auf dem Flug von Sydney nach Queenstown wurde ich auf dem Flughafen festgehalten, da ich in meinem Koffer Geschenke hatte, über dessen Inhalt ich nicht Bescheid wusste und deshalb ehrlicherweise “Ich weiß nicht, was sich in meinem Koffer befindet” angekreuzt habe. Die Flughafenangestellten waren aber nett und haben mir weitergeholfen und so klärte sich die Sache schnell auf. Es war auch eine gute Gelegenheit, mein Englisch auszuprobieren, was erstaunlich gut geklappt hat. Ich wurde von meiner Gastmutter am Flughafen abgeholt, welche mich direkt von dort zum nahegelegenen See mitgenommen hat. Dort lernte ich dann den Rest der Familie sowie einige Nachbarn kennen. Es hat so ungefähr drei bis vier Tage für mich gedauert, um mich einzuleben, was vor allem am Sommer-Winter-Wechsel lag. Auch die links-steuernden Autos waren gewöhnungsbedürftig. Bei meiner ersten Fahrt dachte ich, ich säße auf dem Fahrersitz, was zu einem kleinen Panikanfall geführt hat…

Die Schule ist auch erfrischend anders. Sie besteht aus vielen kleinen Trakten, welche durch überdachte Wege miteinander verbunden sind. Enorm war auch die Fächerauswahl, die den kreativen Bereich mit Angeboten wie Fotographie, “Motorbasteln” oder auch Tischlern sehr gut abdeckt. Ein großer Nachteil war allerdings, dass man sich seinen Stundenplan nicht aussuchen konnte. Ich konnte zwar Stunden wechseln, wodurch ich aber gefühlt für jedes gute Fach ein anderes gutes fallen lassen musste. Und Mathe konnte ich nicht loswerden, egal was ich auch versucht habe.

An der Schule sind an die 40 Austauschschüler, weshalb es für mich generell schwer war, unter den Einheimischen Freunde zu finden. Ich vermute, diese haben eine Art “der ist in einem halben Jahr sowieso wieder weg”-Mentalität. Allerdings ist es dafür äußerst einfach, unter Austauschschülern Freunde zu finden, da diese ja quasi im gleichen Boot sitzen. So habe ich hier meine ersten Wochen verbracht.

Valerie
Nelson, Südinsel 2014/2015

Die Zeit vergeht wie im Flug

Kia ora! Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich habe mich hier mittlerweile richtig eingelebt und die Sprache stellt kein Problem mehr für mich da. Ich fange an, auf Englisch zu denken und jetzt hier Deutsch zu schreiben ist ganz schön ungewohnt! In den letzten drei Wochen ist unglaublich viel passiert: An einem Wochenende habe ich Unter-Wasser-Hockey ausprobiert. Das ist total komisch, aber macht Spaß! Dann gab es den Muftiday am Waimea College - ein Special Day - der einzige, wo man keine Schuluniform tragen muss. In Outdoor Education haben wir einen ganzen Schultag lang einen Kayakausflug gemacht und sind im Meer zu einer Insel gefahren, wo wir die typisch neuseeländischen Rosinenbrötchen (Hot Cross Buns) auf einer Art improvisiertem Grill geröstet haben. Das Wetter war an dem Tag einfach perfekt. Wir haben sogar einen Seehund im Wasser relaxen sehen. Emily, meine Host Sister, ist schon richtig zu einer Schwester für mich geworden. Wir haben jede Menge Spaß, u.a. haben wir schon zusammen eine Flaschenpost geschrieben. Anfang März war der Muddy Buddy, eine Art Wettrennen bzw. Parcourslauf, von dem der Großteil im Matsch stattfindet. Ausgerüstet mit 5$-Schuhen und jeder Menge Tape ging’s los. Nachdem wir über Stroh und durch Autoreifen mussten, befand sich der Hauptteil der Strecke im Meer (es war Ebbe - dementsprechend gab es viel Matsch). Wir hatten mega-viel Spaß und wurden echt dreckig. Mitten auf der Strecke haben wir noch eine heftige Schlammschlacht veranstaltet. Später wurden wir von der Feuerwehr wieder sauber gespritzt. Mit dem Chor vom Waimea College war ich drei Tage auf dem Choir Camp, wo wir großteils geprobt haben, dennoch aber viel Spaß hatten.

Ende März hatten wir unser Outdoor Education Camp. Dafür sind wir im Kahurangi Nationalpark drei Tage wandern gegangen. Im Wald war überall Moos, auch an den Bäumen, dass ich mich fühlte wie im Märchenwald. Es gab hohe goldfarbene Sträucher, bei denen man vermuten konnte, jeden Moment würden Hobbits von dort hervorspringen. Die erste Nacht haben wir in einer einfachen Hütte verbracht bzw. davor. Am zweiten Tag war es relativ bedeckt. Wir wanderten zu einem See und nur wir Mädels waren taff genug, ins eiskalte Wasser zu springen. Auf dem Rückweg wurden wir ziemlich heftig vom Regen erwischt. Nachdem wir uns kurz in der Hütte aufgewärmt hatten, kämpften wir uns im strömenden Regen, bewaffnet mit Kompass und Landkarte durch den Busch. Die zweite Nacht verbrachten wir unter einem Felsen in der freien Natur. Abends saßen wir am Feuer und kochten darauf unsere Pasta. Am dritten Tag stellten wir uns der Herausforderung und erklommen einen Berg mit einer Hammer-Aussicht! Insgesamt wuchsen wir als Team echt zusammen und wir sind in den zweieinhalb Tagen immerhin ca. 50 km gewandert. Das Camp war meine beste Erfahrung hier bisher.

Martin
Tuakau, Nordinsel 2014/2015

Die Schule in Neuseeland ist definitiv anders

Drei herrliche Tage durften wir TREFF-Schüler mit Melanie Ritter und Rainer Jäger in Sydney erleben und danach trennten sich unsere Wege. Als ich in Auckland ankam, gab es kleine Probleme beim Zoll, da noch etwas Erde an der Sohle meiner Wanderschuhe haftete und diese so nicht eingeführt werden durften. Als ich den Zoll hinter mir hatte, fand ich nach kurzer Suche meine Kontaktperson aus dem International Office vom Tuakau College, die mich im Auto zu meiner Gastfamilie brachte. Das erste Wochenende in Neuseeland mit meiner Gastfamilie begann mit einem super Nachmittag am Waikato River, dem längsten Fluss Neuseelands. Da meine Gastfamilie ein Motorboot hat, durfte ich „Seabiscuit“ (ein Luftreifen, dessen Unterseite geschlossen ist und hinter dem Boot hergezogen wird) Wakeboarden und Kneeboarden kennenlernen. Weitere unvergessliche Erlebnisse hatte ich im Snowplanet und vor allem beim Fischen. Mir wurde erzählt, dass jährlich massenhaft Touristen viel Geld zahlen, um Delfine in freier Wildbahn zu sehen. Ich hatte das Glück, einige Delfine bei meinem zweiten Angelausflug im Meer zu erleben. Das Beste war allerdings, als ich beim Angeln in Wodianga einen Kingfish am Haken hatte und ihn herauszog. Das ist (vor allem beim dritten Mal) nur wenigen Neuseeländischen Anglern vergönnt.

Die Schule in Neuseeland ist definitiv anders als in Deutschland. Das beginnt mit der Schuluniform, geht über drei verschiedene Arten von Assemblies und endet beim theoretischen Sportunterricht. Weiter gibt es eine andere Art der Benotung und man muss oft Assessments schreiben. Das Tragen einer Schuluniform wird ab 2016 leider auch für alle „Seniors“ (11./12./13. Klasse) eingeführt. Das Tuakau College ist ziemlich gut organisiert.

Mein Praktikum als Fussballcoach hätte besser laufen können. Ich hatte nicht genügend Zeit, da ich an vier von fünf Nachmittagen selbst in der Schule beschäftigt war. Falls jemand Fragen hat, bezüglich des Praktikums, kann er diese gern per Mail an mich (martin.haimerl1@gmx.de) richten. Eine Sache, die ich etwas störend fand: Wenn du 18 bist, kannst du in Deutschland in der Schule alles selber unterschreiben. In Neuseeland jedoch musst du jeden einzelnen „Permission Slip“ deiner (Gast-)Mutter vorlegen und diese Erlaubniszettel bekommt man sehr häufig. Aufgefallen ist mir auch, dass Fahrräder nicht so beliebt sind in NZ, was vermutlich an der Helmpflicht liegt und man ziemliche Probleme mit der Polizei bekommt, wenn man ohne Helm fährt. Darum ist man, wenn man etwas außerhalb lebt, von den Gasteltern abhängig oder man geht zu Fuß. Das neuseeländische Wetter ist eine Wissenschaft für sich, zumindest im Herbst. Ich hab es noch nie erlebt, dass sich das Wetter so schnell ändert. Der Morgen beginnt kalt und sonnig, eine halbe Stunde später regnet es und wieder eine Stunde später hast du fast 20 Grad im Schatten. Aber alles in allem hatte ich eine super Zeit. Eine bessere Gastfamilie hätte ich nicht bekommen können! Danke, TREFF, für die Organisation!

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